Shamal

Weltumseglung

Grüezi mitenand

Wir berichten in loser Folge von unserer Reise damit Ihr lieben Freunde und Familie uns nicht vergessen werdet, während wir viel neues erleben.
Wir freuen uns über E-Mails ohne Anhänge, die wir gerne beantworten sobald es die technischen Mittel zulassen.
Wir hoffen auf diese Weise mit Euch allen in Kontakt zu bleiben.

Herzliche Grüsse
Marcel und Rita

7. Dezember 2018

Heimreise

Wir bestaunen diesen brennenden Himmel während eines Abendspaziergang oberhalb Bucklands Beach wo wir auch den parlierenden Vögeln horchen.

Neuseelands Christmas Tree blühen und duften prächtig obwohl es sehr viel und heftig regnet.

Zum Abschluss unserer Arbeiten rund Shamal entdecken wir noch eine ziemlich grosse amerikanische Kakerlake in einer Bilge die uns nochmals so richtig auf Touren bringt. Wir stellen und kleben mehrere mit einem Gemisch aus Borsäure und Kondensmilch gfüllte  Flaschendeckel auf und suchen das Schiff akribisch ab. Wir kontrollieren täglich die Fallen die nach mehreren Tagen unverändert sind und so hoffen wir doch sehr das es bei der einen bleibt!

Die Shamal haben wir ins Koma gelegt und bereiten alles vor für die Heimreise. Am letzten Abend laden uns Silvia  und Vaughn zu einer Vorweihnachsfeier mit Weindegustation ein, wo wir auch seine Eltern kennenlernen. Zu den excellenten Neuseeländischen, lernen wir auch hervoragende Weine aus Bulgarien kennen wo Silvia herkommt. Sie serviert dazu köstliches aus ihrer Heimat. Die beiden und und ihre smarte Tochter Zara haben uns den Aufenthalt im nicht freiwillig gewählten Auckland erleichtert und bereichert.

Wir fliegen am Freitag 7.Dezember in die Heimat und freuen uns euch alle zu sehen.

We wish you a marry Christmas and a Happy New Year.

Wir sind ab dem 10.März wieder in Neuseeland.

20. November 2018

Hauraki Gulf

Am Wochenende machen wir einen kurzen Törn zur Insel Waiheke, wo wir durch dichten abwechslungsreichen Buschwald wandern. Es gibt einen schönen Muschel bestückten Sandstrand an dem sich verschiedene Vögel aufhalten und in wilder Jagt hinter einander herrennen/fliegen. Wir besuchen eines der rund 30 kleinen Weingüter mit atemberaubender Aussicht. Es ist Frühlingshaft warm so dass wir auch ein paar Runden schwimmen können. Und auch das kulinarische kommt nicht zu kurz jeder bringt etwas mit was zuletzt ein guter Mix aus NZ/D/CH/ Küche auf den Teller bringt. Ein zauberhafter Ort in schöner Natur mit Blick auf die Skyline von Auckland.

20. November 2018

Wochenende an der Westküste

Wir verbringen ein Wochenende an der Westküste im Ferienhaus unserer Freunde, wo wir uns ausgiebig mit dem wilden Meeresrauschen in den Ohren am 90km langen Sandstrand vergnügen. Mit dem Quad mit über 85 km/h über den Menschenleeren Strand zu brettern war ein nicht besoders sinvolles Vergügen aber man stört hier niemanden.

Am Abend kochen wir gemeinsam und geniessen die von Kiwis zubereiteten besten, schon je gegessenen Wienerschnitzel.

 

19. November 2018

Opua – Auckland

Nach einem kurzen Reparaturstopp in Opua mit gutem Essen im der Vinery AkeAke segeln wir durch die Inselgruppe Bay of Island, wo wir uns ein paar schöne Buchten zeigen lassen und im frischen Wasser schwimmen.

In der Half Moon Bay finden wir einen Bootsplatz im Bucklands Beach Yacht Club, alles andere als einfach aber mit Vitamin B unserer Kiwis ist einiges möglich. Wir arbeiten und planen viel auf und ums Boot herum und die Tage verfliegen. Die Fähre nach Auckland geht von der Marina im Stundentakt und in nur 40 Minuten ist man mitten in der pulsierenden Stadt. Es ist sehr schön hier obwohl es nicht der Ort ist, wo wir hinwollten aber wir sind ja geduldig und haben viel Zeit und Australien läuft ja nicht weg wie Ihr ja hoffentlich auch nicht, wovon wir uns bald mit Freude überzeugen werden.

 

19. November 2018

Nouema Opua Auckland 17.10 – 22.10.2018

Sehr wahrscheinlich haben die ein oder anderen bemerkt das wir in Auckland angekommen sind.

Wir segeln wie gewollt aber nicht wie gedacht, der Motor funktioniert noch nicht richtig es ist aber zu verantworten das wir auslaufen da wir ja mit einem Segelschiff unterwegs sind. Wie wir bald zu spüren bekomme ist das Wetter nicht so wie angekündigt, es zeigt sich wieder mal wie schwierig die Wetterprognosen für dieses Seegebiet sind.

Das Tief das uns schönen Wind bringen soll kommt nicht vom Fleck und so müssen wir zwischen 50 und 60° an den Wind um nicht noch näher ans Tief heran zu kommen, weil der Wind viel stärker ist als angenommen. So segeln wir tagelang mit Wind zwischen 30 und 45 Knoten und hohen steilen Wellen Das Leben an Bord ist ziemlich auf Sparflamme um nicht zu sagen zwischen liegen und Wache schieben gibt es nichts. Wir sind froh das uns zwei Neuseeländische Freunde begleiten die auf Abenteuersuche sind, dass können wir ihnen auch bieten.

Nachdem der Wind abnimmt und es allmählich erträglich und langsam zum Vergnügen wird kommen wir in die vorausgesagte Flaute und die Probleme beginnen erst recht. Aus taktischen Gründen wollen wir darüber «noch» nichts schreiben. Es ist aber ziemlich Haarsträubend und unsere Kreativität wird ziemlich gefordert aber wir kommen schlussendlich doch gut an.

 

14. Oktober 2018

Nouema

Wir schlagen hier bald Wurzeln, die schon im voraus bezahlten Teile kamen am Donnerstag an, aber am Freitag hatte niemand Zeit und wieviel die Zusage das auch am Samstag gearbeitet wird Wert ist haben wir um 09:00 resigniert zur Kenntnis genommen. Wir hoffen das am Montag die Arbeit aufgenommen wird und der Motor bis am Dienstagabend wieder zuverlässig funktioniert. Am Mittwoch wollen wir aber los, weil sich eine schon bald einmalige Wetterlage bildet, mit einem stabilen Hoch um Neuseeland das die Tiefs aus Australien abhält. So können wir mit einem Anleger Neuseeland anpeilen, wir sind froh das die Chancen gut stehen nicht in einen ausgewachsenen Sturm zu geraten. In Opua werden wir einklarieren um dann weiter nach Auckland zu segeln. Die warmen Kleider haben wir hervorgeholt, uns scheint wir sind erst von Neuseeland losgesegelt.

Wir kommen am 8.Dezember bis zum 10. März in die Schweiz und freuen uns Euch alle sehen, und hoffentli au än hufä Schnee.

8. Oktober 2018

Neukaledonien

Erst am Freitag 21.09.2018 können wir die Marina Denerau verlassen, da die Reparatur des Motors mehr Zeit in Anspruch nimmt als gedacht. Die 638SM nach Lifou sind zwar anstrengend, da meist hart am Wind und die Wellen höher als erwartet sind.

Wir sind aber schnell und laufen nach 58Std. in die weite Bucht von Lifou ein in der noch weitere Boote ankern die wie wir sich der Go West Cruising Rally angeschlossen haben mit dem Vorteil auf den Loyalty Islands in Lifou einklarieren zu können, mit dem gemeinsamen Ziel Australien. Nachdem wir von einem netten Monsieur vom Zoll besucht werden und er alles für okay befindet dürfen wir an Land um frisches Obst, Gemüse einzukaufen und natürlich auch das aufwendige erstehen einer Sim-Karte. Das Postoffice wo dieses begehrte Stück ausgehändigt wird ist jedoch dermassen überfüllt so dass die Aktion 2 Stunden in Anspruch nimmt. Es war aber kurzweilig der lokalen Bevölkerung zuzuschauen die an diesem Tag ihre Rente abholen konnten. Am Abend sind wir zu einem hervorragend zubereiteten Erdofenessen mit viel Gemüse, Fisch, Schwein und Huhn eingeladen.

Am 29.09. segeln wir mit (steifer Brise) zur 70 Sm entfernten Ile Toupeti leider können wir nicht wie geplant die anderen drei Loyalitätsinseln besuchen da der Motor schon wieder kränkelt und nur auf 1500Umdrehungen kommt. In Begleitung von der Yacht Udder Life, Freunde aus NZ als Securityboot wollen wir möglichst schnell nach Nouema, wo wir bis heute sind und auf Ersatzteile warten müssen welche in Australien an Lager sind aber hier braucht die Zollabwicklung 10 Tage.

Der bunte Markt in Noumea, Port Moselle liegt nur 5 Minuten von unserem Platz entfernt und es gibt alles was das Herz begehrt.

Le grand petit dejeuner.

Unsere österreichischen Freunde Sabine und Hannes von der Cayenne muntern uns bei eine Sundowner auf.

19. September 2018

Yasawa Inseln

Wir segelten bei bestem Wind durch die Bligh Street, Rita meuterte nicht und mir wurde erspart was dem Kapitän der Bounty wiederfahren ist. Ich wurde nicht ausgesetzt und so liessen wir gemeinsam alle Riffe links und rechts liegen und ankerten in der Blue Lagoon. Wir liessen uns im Resort das aus dem ehemaligen Filmset hervorging massieren und durchstöberten die Landschaft. Es war sehr windig und schnorcheln war nicht angesagt.

Wir funkten mit Quo Vadis und verabredeten uns auf Navadra Isand. Silvia und Benu hatten Besuch von Tochter Melanie und Mark aus der Schweiz, die ihre Hochzeitsreise vorzogen. Sie hatten Servelats mitgebracht und waren sehr belustigt mit wieviel Vergnügen wir Yachtis diese genossen. Wir können Euch nur empfehlen einen Servelat auf einer einsamen Südseeinsel zu essen ein wirklich besonderer Genuss.

 

Wir sind jetzt  in Denerau und bereiten die Shamal für die Überfahrt nach Lifou in Neukaledonien vor. Morgen soll es los gehen.

11. September 2018

Ovelau und Yadua

Wir segeln bei optimalen Bedingungen die 74 SM von 07:00 – 16:00 von Kadavu nach Ovelau, das ist wirklich schnell und Holländer in einem kleineren Stahlschiff fragen uns ob wir über Nacht gesegelt sind, ja es gibt Unterschiede. Wir kaufen an diesem Samstagabend in Levuca ein, die Läden haben bis 22:00 offen, wir gehen ins Restaurant Whale`s Tale wo wir wieder ein sehr gutes Nachtessen bekommen. Ein interessantes Städtchen aber wir haben letztes Jahr viel auf der Insel angeschaut, so entscheiden wir uns schon am nächsten Morgen zur 64 SM entfernten Insel Yadua zu segeln, weil wieder gute Segelbedingungen angesagt sind.

Auf Yadua waren wir shon letztes Jahr und wieder haben uns die Korallen begeistert, eine Vielfalt von weichen und harten und in leuchtenden Farben. Es kamen Fischer im Langboot um uns an das Sevusevu zu erinnern, da das Dorf auf der anderen Seite der Insel liegt sie sind damit einverstanden den Kavabündel hier entgegen zu nehmen und dieses sicher dem Chief zu übergeben.

 

11. September 2018

Kokomo Resort

Wir haben den Tip von der SY Invictus bekommen das 5* Kokomo Resort zu besuchen, was wir hier erleben ist wirklich ein Einblick in das Leben der Reichen und vielleicht Schönen. Wir werden von einem Motorboot empfangen und bekommen Tips zum ankern und werden gefragt ob wir an Land gebracht werden wollen. Wir buchen einen Tauchgang, super es wurden noch zwei weitere daraus, Korallen wie im Bilderbuch und überall Fischschwärme, Haie und Schildkröten. Der Resort ist grossartig das kann man sich hier https://www.kokomoislandfiji.com anschauen.

Dazu gehören zwei Helikopter und ein Wasserflugzeug mit welchen die Gäste vom Flughafen in Nadi abgeholt werden.

Auf dem Wind zugewandten Seite befinden sich die Infrastrukturanlagen wie Wassermacher, Generator, Hafen, Bagger und LKW, Auch die Unterkünfte für die 250 Angestellten welche die 150 Gäste betreuen befinden sich hier.

Zusammen mit Sandra und Dieter von Summerfield geniessen wir hier 3 Wohlfühltage. Da im Resort gerade mal 2Gäste logieren dürfen wir die ganze Infrastruktur benutzen und geniessen den Strand, Pool und Spa. Von Caroline die in einem der 3 Restaurants kocht werden wir kulinarisch verwöhnt.

 

Das absolute Highlight bietet uns aber Anthony der Executive Chef der uns in seinen super gestylten Hausteil einlädt, auf dem Dach befindet sich der Helikopterlandeplatz und alles liegt auf dem Hausberg. In der Nacht ist alles dezent beleuchtet, mit den Elektromobilen die herumfahren sieht es aus wie auf einer Märklin Modelleisenbahnanlage, sicher kein Eco Resort. Wir geniessen die Stimmung aber trotzdem bei einer Selection von Gin zum Apero. Das 5Gangmenue das Anthony für uns zubereitet ist Sterne würdig. Wir dürfen dem Spitzenkoch auf die Finger schauen während er mit voller Hingabe und Proffesionalität exzellentes auf den Teller bringt. Hummer mit Spagetti in Tintenfischsauce, Fleisch vom Wagyū-Rind dem teuersten Hausrind der Welt das in Japan gezüchtet wird, Wein aus dem Barossa Valley mit dem krönenden Abschluss der Confiserie aus der Hausbäckerei. Es war ein sehr interessanter schöner Abend.

     

Was wir sehen ist nicht unsere Welt aber der Einblick in dieses von einem Australier verwirklichten Paradies ist so wie man sich dieses vorstellt, in welchem einem jeder Wunsch 7/24 erfüllt wird. Der Besitzer auch ein Segler, mit zwei Yachten eine davon ist 80 Meter lang, wird scheinbar von allen geliebt und verehrt.

Es scheint das hier die Zusammenarbeit der verschiedenen Nationen bestens funktioniert, mit top ausgebildeten motivierten Leuten. Wirklich alles grandios, aber wie gesagt nicht unsere Welt nach drei Tagen war es Zeit zum Aufbrechen, zum Abschluss werden wir noch mit viel Gemüse, Kräutern und Früchten aus den eigenen Gärten beschenkt.

Ein Erlebnis das wir sicher nie vergessen werden solange wir klar im Kopf sind. Wir verabschieden Sandra und Dieter und verabreden uns im April in Australien wieder zu treffen.