Shamal

Weltumseglung

Grüezi mitenand

Wir berichten in loser Folge von unserer Reise damit Ihr lieben Freunde und Familie uns nicht vergessen werdet, während wir viel neues erleben.
Wir freuen uns über E-Mails ohne Anhänge, die wir gerne beantworten sobald es die technischen Mittel zulassen.
Wir hoffen auf diese Weise mit Euch allen in Kontakt zu bleiben.

Herzliche Grüsse
Marcel und Rita

10. August 2018

Vanua Balavu

Wir ankern in verschiedenen Buchten und es fällt uns schwer zu sagen welche da schöner ist und alles bei schönstem Badewetter.

Die Leute sind auch hier sehr nett und kommunikativ und es wird investiert in neue Schulhäuser, die von Neuseeland bezahlt werden.

Jetzt geht es weiter Richtung Süden wo noch die schöneren und ursprünglicheren Inseln sein sollen, wir sind gespannt.

5. August 2018

Taveuni Island

Zurzeit ankern wir vor der Südwestküste von Taveuni beim Paradise Resort. Wir geniessen die landschaftlichen Schönheiten unter und über dem Wasser und das gute Essen mit den Früchten, Gemüse und Kräutern aus dem Hauseigenen Garten.

Morgen geht es dann wieder zu den einfacheren, ursprünglicheren Inseln der Lau Group.

1. August 2018

Yanuka Island

Nachdem wir vorsichtig durch den Riffgürtel navigierten  ankern wir in kristalklarem Wasser vor dem schönen farbigen Schulhaus von Yanuka

Island.

 

Es ist Sonntag und wir treffen auf dem Weg zum Dorf nur ein paar spielende Kinder an, wir fragen nach den Chief, Sohn Willi wird aus dem Mitagsschlaf geweckt und er begleitet uns zum Dorfoberhaupt wo wir das Sevusevu zermonieren.

 

Eingangs Dorf treffen wir auf diesen Friedhof der anstelle von Blumen mit bunten Tüchern geschmückt ist.

 

Während des Dorfrundganges mit Willi werden wir von einer Gruppe fröhlichen Kinder begleitet die uns mit diesen speziellen Muscheln und Schnecken beschenken.

 

Mit Willi machen wir am nächsten Tag einen Trip zur Nachbarinsel wo wir den ehemaligen Vulkankrater  auf ziemlich abenteuerliche weise besteigen. Die Aussicht ist phänomenal und wir geniessen ein schönes Picknick. Wir sind erstaunt wie Willi Barfuss die Kraxelei scheinbar mühelos bewältigt.

    

Auf dem Rückweg gingen uns noch diese beiden Prachtstücke an den Hacken.

Willi ist wirklich ein inovativer sympatischer Gastgeber der es versteht mit Touristen umzugehen und Ideen hat, mit seiner Frau ist er daran ein B&B aufzubauen. bukarou@gmail.com

 

31. Juli 2018

Fiji

Am Samstag den 21.07.2018 um 16:00 laufen wir in der Copra Shead Marina ein und ein paar Minuten später steht die Zollmannschaft am Steg bereit um sich im Cockpit dem Papierberg anzunehmen. Aber um 17:30 ist der ganze Zauber vorbei, alles in einem sehr freundlichen Rahmen.

 

Wir segeln der Küste nach und Ankern in ruhigen schönen Buchten bei sehr angenehmen Temperaturen und Wetter.

Wir treffen alte Bekannte die wir vom letzten Jahr kennen und tauschen uns bei einem Sundowner aus.

 

Auf dem Markt in Savusavu haben wir uns mit Kavawurzeln eingedeckt um beim Besuch der Village mit dem Chief Sevusevu zu zelebrieren und danach die Erlaubnis zu erhalten uns auf dem Dorfgebiet frei bewegen zu dürfen.

Wir geniessen in den Buchten das selber gemachte bei atemberaubenden Sonnuntergängen und unter prallvollem Sternenhimmel.

31. Juli 2018

Tonga nach Fiji

Tonga nach Fiji

Bei strömenden Regen verlassen wir am Donnerstag 19.07.2018 das Königreich Tonga und nehmen Kurs nach dem 420 Sm entfernten Savusavu in Fiji.

Malo aupito Tonga.

12. Juli 2018

Wale

In Tonga ist es möglich auf whale watching safari zu gehen. Man ist ein Tag unterwegs und sucht sich Wale die fotogen sind und an uns Menschen Freude haben oder eine Abwechslung suchen. Es ist eine Glücksache und es gibt keine Geldzurückgarantie. Wir hatten Glück und es war ein grossartiges Erlebnis mit diesen überwältigenden Tieren zu schwimmen, aber sieht Euch unser Video an was uns diese Buckelwaldame vorführt.

11. Juli 2018

Vava`u Group

Eigentlich müssten wir zum einklarieren an der hohen rostigen Kaimauer festmachen, da aber der Wind mit 22kn. auflandig bläst ankern wir kurz entschlossen im 25m tiefen Wasser schnell Shamali runter und los geht’s zu den Behörden die verlangen das in jeder Inselgruppe ein und ausklariert wird. Baldi ist nach 20Min.erledigter Sache zurück und wir ergattern nach Absprache mit Beluga Dive eine der letzten für unser Schiff geeigneten Boje in der sehr gut geschützten Bucht von Neiafu. Der erste Ort wo wir schon mal waren vor einem Jahr es hat sich im Ort jedoch einiges zum Positiven verändert was uns sofort auffällt. Die Strasse wurde asphaltiert und es liegt kaum Abfall herum es wird gebaut und verbessert. Die freundliche und motivierte Einheimische im Tourist Office freut sich über unsere positive Rückmeldung und erklärt uns das der Minister 2xtäglich 6 Personen bezahlt um Strassen und Plätze sauber zu halten und dies auch an den Schulen zum Thema gemacht wird. Am schönen Obst und Gemüsemarkt kaufen wir frische Papaya, Bananen, Wassermelonen und Kokosnüsse diese Früchte sind das ganze Jahr erhältlich während man Ananas, Maracujas und Guaven nur im Sommer bekommt. Ansonsten werden die Wurzelgemüse Taro, Jams und Süsskartoffeln dem anderen Gemüse vorgezogen, weil dieses aufwändiger anzupflanzen ist.

Am Abend essen wir bei Günter einem Gilde Koch aus Basel im Garten seines Restaurants wo eine CH Flagge hängt ein sehr gutes Züri Gschnätzlets mit knusperiger Rösti für die er sich entschuldigt, da die Kartoffelqualität nicht die richtige sei.

Am Samstag mieten wir ein Auto und kurven auf der einzigen Hauptstrasse welche in kleine verschlafene Dörfer führt, alle aber mit Schule und mehreren Kirchen, Digicelshop indem man gleichzeitig auch eine sehr beschränkte Auswahl an Lebensmittel erhält. Hunde, Schweine und Hühner sind überall und haben Vortritt. Alles was von der Hautstrasse abzweigt ist nicht befahrbar wegen tiefen zum Teil mit Wasser gefüllten Löchern und Gestrüpp. Die freundlich winkenden Männer die mit Pferd und Machete unterwegs sind, die Frauen die Plätze und Strassen rechen und wischen und die spielenden Kinder scheinen zufrieden und freuen sich an Kleinigkeiten.

Einen schönen Blick auf Neiafu und die vorgelagerten Inseln geniessen wir auf dem 131m. hohen Mount Talau.

Am Abend essen wir beim Italiener im Restaurant Bellavista, auf einmal ertönt Hudigägeler weil seine tonganische Frau erkennt das wir Deutschschweizer sind und lädt kurzerhand die Songs runter, ja da sind wirklich nicht alle von gestern.

 

Es ist Sonntag alles ist ruhig nichts ist offen, gemeinsam mit den festlich in Pandanusmatten gekleideten Tonganer und Kindern in jedem Alter betreten wir die St.Joseph`s Cathedrale und erleben einen fröhlichen Gottesdienst indem mit voller Hingabe und schönen Stimmen gesungen wird.

 

Natürlich sind wir auch ausgiebig am Tauchen und Schnorcheln und lassen den Anker immer wieder an schönen Orten fallen.

5. Juli 2018

Ha`apai Group Tonga

Diese Inselgruppe ist noch ein wenig rustikaler als die anderen, aber durch den Methodistenkongress und den Geburtstag des Königs steht man in Pangai im Mittelpunkt.

Viele Tonganer die im Ausland leben kommen hierher um zu feiern und eine Woche lang die allabendlichen Bankette zu finanzieren, zu diesen sind alle eingeladen ohne etwas bezahlen zu müssen. Es gibt alles vom Lobster, kleinen Spanferkeln, Hühner, Pferd und vom Schleckstängel bis zum Schaumwein, alles in einem Ausmass das sich bildlich die Tische biegen. Vieles wird man hier bis zum nächsten Mal, wenn die Inselgruppe in drei Jahren wieder an der Reihe ist die Feier zu organisieren, nicht mehr zu sehen bekommen. Es laufen Gruppen mit Amerikaner Krawatten und Foulards herum und singen am Abend in der Kirche als Chor, es wird nicht nur mit Geld gezeigt das man etwas in der Fremde erreicht hat, es wird auch kulturell einen Beitrag geleistet. Wir erlebten einen aussergewöhnlichen, schönen Abend mit den fröhlich feiernden Menschen.

      

Bürokratie ist beliebt und man braucht Zeit aber die Beamten sind freundlich.

Man sieht auch hier das Staaten Tonga helfen, besonders ist uns der Luxus SUV von der China-Aid aufgefallen…….

 

Auf den anderen Inseln geht es gemächlicher zu und man hat Zeit und scheint glücklich und zufrieden zu sein.

Olivia führte uns auf der Insel Nomuka Island herum und erzählte vom Inselleben und das Sie später in einen Orden eintreten will.

Viele teure Fahrzeuge stehen auch hier wegen mangelder Wartung nach kurzer Zeit als Sondermüll herum.

 

In der Sandy Beach der kleinen Insel Foa ankern zwischen Korallenköpfen und zeitweise ist der Wind so stark das die Shamal zu schwer für den Ankergrund aus feinem Sand ist und nicht gehalten werden kann, wir haben eine unruhige Nacht mit Ausguck um nicht auf so einem gefährlichen Haufen zu landen der aus sechs Meter Tiefe senkrecht knapp unter die Wasseroberfläche reicht.

Unser neues Dinghy Shamali läuft super.

 

Auf der Shamal gibt es auch ab und zu immer noch Überraschungen, der Backofen/Herd löste den FI aus und es sah so aus das wir die nächste Zeit nichts mehr Warmes bekommen oder Brot machen könnten. Da trafen wir an einem Ankerplatz eine Segelfamilie aus Neuseeland die sich eine Auszeit nimmt, er Schweizer aus Emmenbrücke, ist wie es der Zufall will gelernter Elektriker, hat sich vor 18 Jahren nach einer Weltumseglung in Neuseeland niedergelassen, aber noch immer weht eine Schweizerflagge in der Saling. Wir zerlegen das Ding in die Einzelteile und kappen den oberen Heizstab des Backofens und jetzt läuft er wieder, mal schauen wie weit sich das auf die Qualität von Ritas Kochkünsten auswirkt, aber da hat gibt es ja noch einigen Spielraum nach unten.

 

Nun sind wir nach einem schönen Segeltag in der Vava`u Group

22. Juni 2018

Tongatapu

Als wir uns am Morgen nach der sehr guten Überfahrt des 18.Juni bei den Hafenbehörden anmelden wollen ist noch niemand im Dienst, später klappt es dann und wir fahren in den Hafen von Nuku`alofa der Hauptstadt von Tonga auf der Insel Tongatapu. Wir werden vom smarten Inoke, Taxihalter, Mietwagenvermieter, Wäschereibetreiber und Touroperator in Empfang genommen. Es geht zum Zoll die Beamten von der Gesundheit, Einwanderung usw. kommen gut gelaunt an Bord und nach einer gewissen Zeit ist alles erledigt.

 

Von der 10-köpfigen Fidelis Besatzung bekommen wir etwa 3 Kg frischen Thunfisch den sie unterwegs bei einem Riff gefangen haben. Wir geniessen herrlich frisches Sashimi. Der Rest geht in die Gefrierbox.

 

Wir spazieren in der Stadt herum und lassen uns auf der Insel herumfahren und sprechen mit den sehr offenen und freundlichen Tonganer. Es scheint das sie mit dem Lebensstyl, dem König und der Regierung sehr zufrieden sind und auch nach Gitta dem stärksten Hurrikan seit Menschengedenken haben sie sich wieder sehr schnell gefangen. Auch wenn die Schäden noch lange nicht behoben sind. Was auffällt ist die Toleranz gegenüber den anderen christlichen Religionen, da stehen in kleinen Gemeinden Kirchen und Schulen der verschiedensten Religionen nebeneinander. Trotz Schuluniformen der Religion zugehörigen Farben scheint es zu keiner Abkapslung zu kommen, auf dem Heimweg ist es dann kunterbunt gemischt.

 

Überall sind Märkte und Stände und es wird alles feilgeboten aber ohne das ein Druck da ist etwas kaufen zu müssen. Die Ladenöffnungszeiten sind von 8-17 Uhr, Samstag ab 16 Uhr und am heiligen Sonntag ist alles geschlossen. Die Chinesen weichen diese Tradition nun auf, werden aber nun von der Regierung gebremst. Dadurch wird es hoffentlich nicht so weit kommen, dass die Chinesen die traditionellen Läden verdrängen wie anderorts und es dadurch zu Unmut in der Bevölkerung kommt.

 

Das Leben nach gesellschaftlichen Regeln scheint hier noch weit verbreitet, am Sonntag steht der familiäre Kirchengang im Mittelpunkt mit anschliessendem gemeinsamen Essen. An einem Sonntag im Monat werden die Gräber gepflegt und geschmückt.

 

Altersheime gibt es nicht das ist Sache der Familie auch die vielen Söhne und Töchter im Ausland sind in irgendeiner Form verpflichtet. Unterstützung vom Staat gibt es wenig das wird von den Gemeinden und Kirchen zum Teil übernommen, aber die Eigenverantwortung ist sehr gross. Es muss Schulgeld bezahlt werden und wenn das nicht möglich ist bleibt ein Kind ohne Bildung und geht zum Bespiel Fischen oder wird Alteisenhändler und repariert die auch hier sehr beliebten Rasentrimmer.

Die Eltern haben zu entscheiden wie vielen Kindern sie eine gute Schulbildung ermöglichen können. In Tonga scheint die Gesellschaft noch homogener zu sein als an anderen Orten, das freiwillig oder gelenkt, aber sicher mit Verzicht auf die eigenen Bedürfnisse. Ob sich das so halten lässt wird sich zeigen.

 

Der traditionelle Abend mit lokalem Essen und Tanz war super. Das Ganze fand an einem idyllischen Ort am Strand, mit Kaverne und in einer authentischen Lokalität statt. Geführt von einer Familie die dieses Resort in dritter Generation mit Herzblut betreiben und wirklich etwas Unvergessliches bieten.

 

Die nächsten Tage geht es bei ruhigem Wetter auf die Inseln und dann in die Ha`apai Inselgruppe wo die ganze nächste Woche das Geburtstagsfest des Königs gefeiert wird.