Shamal

Weltumseglung

10. – 12. Tag der Atlantikueberquerung

Das Wetter ist noch immer schwer einzuschätzen, auch an der langen Leine eines Profi Meteorologen. Die Wetterberichte ändern andauernd und der Wind fällt meistens schwächer aus als gemeldet. Wenn dann der Wetterbeicht noch schlechter ausfällt als der vorherige und auf einmal wieder die Diesel Geisel auflebt braucht es einen weiten beruhigenden Rundumblick ins Endlose, der einem die Zuversicht gibt das es besser kommt als angesagt. Unser neuer Ansatz das der direkte Weg nicht immer der schnellste und Genussvollste ist überzeugt noch nicht wirklich. Das Ziel direkt ins Visier nehmen war dieses Mal immer noch die erfolgreichere Variante, die 200 Sm Umweg holen wir nie raus. Eine andere Weisheit sagt das der Weg ja das Ziel ist, wir haben ja Zeit alles zu prüfen und schlussendlich alles so zu arrangieren das etwas stimmt. Wir wechseln Segel von Ausbaumen auf Genaker, auf Parasailor und wieder zurück, Motoren mit 1000 rpm mit gesetzten Segeln um mit Hilfe des scheinbaren Windes mehr Fahrt zu machen und trotzdem wenig Diesel zu verbrauchen. Wie erholsam ist das der Blick aus dem Fenster ins Trübe Nass am 1. Advent und auf den Schnee zu warten. Das Wetter ist schön warm und wir sind die ganze Zeit in kurzen Hosen und T-Shirt „unterwegs“. Die letzte Nacht lief es sehr gut ein Squell um 02.00 mit heftigem Regen und Boen bis 20kn. vermochte unser rotes Tuch gut aushalten und die Shamal war wieder blitz / blank. Jetzt sieht es wieder mal für die nächsten zwei Tage gut aus.

St. Lucia wir kommen, so oder so!