Shamal

Weltumseglung

Grüezi mitenand

Wir berichten in loser Folge von unserer Reise damit Ihr lieben Freunde und Familie uns nicht vergessen werdet, während wir viel neues erleben.
Wir freuen uns über E-Mails ohne Anhänge, die wir gerne beantworten sobald es die technischen Mittel zulassen.
Wir hoffen auf diese Weise mit Euch allen in Kontakt zu bleiben.

Herzliche Grüsse
Marcel und Rita

16. Juni 2018

Unterwegs

Wir haben bei immer angenehmeren Temperaturen 700sm im Kielwasser und fahren bei besten Segelbedingungen unsere neuen Segel spazieren. Seit heute früh mit Code0 bei 16 Kn Wind und True Wind 130 Grad der so effizient ist, dass wir die 56m lange und 12m breite Superketsch Fidelis stehen lassen. So wie es aussieht bleibt es bei den 14 Motorstunden und der Wind hält bis wir am Montag in Nuku’alofa ankommen. Was lange währt wird endlich gut.

11. Juni 2018

Endgültige Abreise von Neuseeland

Die Shamal ist nun sicher bereit um die Segelsaison in die Südsee endlich zu starten. Nachdem die Membranen und die Niederdruckpumpe des Wassermachers ausgewechselt und geprüft waren hatte das Wetter noch einige ungewöhnlichen Tiefs zu bieten die nicht so richtig wussten wohin sie wollten. So hat sich die Abreise nochmals verzögert. Aber nun können wir nach dem Durchzug des Sturmtiefs am Dienstagmorgen die theoretischen 1000 Sm nach Tonga starten. Die Temperaturen hier haben uns veranlasst alle warmen Sachen hervorzuholen und wir freuen uns jetzt umso mehr auf die Wärme und hoffentlich trockenes Wetter. Wenn das Wetterrouting stimmt sollten wir am Montag 18.06. in Nukualofa einklarieren können.

29. Mai 2018

Neuseeland lässt uns noch nicht in die Wärme gehen!

Nachdem in allerletzter Minute der Wassermacherservice von einem Profi abgeschlossen wurde verliessen wir Neuseeland um dann festzustellen das der Wassermacher, wenn er gestartet wird im Maschinenraum als Sprinkleranlage im Einsatz war. Auf der Insel ohne genügend Wasser ist ein Problem, dass wir uns nicht antun wollten und so entschieden wir uns zur freudlosen Rückkehr. Der Weg nach Tonga unter Segel war schön die Rückkehr gegen Wind und Wellen unter Motor war ein notwendiges Übel.

Mond und Sonne sind gemeinsam daran uns aufzumuntern.

 

27. Mai 2018

Adieu Neuseeland

Wir werden Montagmittag den 28.05.2018, wenn die letzten Arbeiten gemacht sind, in See stechen. Es geht nach Tonga, später als geplant und es hat auch viel mehr Anstrengung und Geduld mit den Kiwis erfordert, die Shamal bereit zu machen. Vieles war sehr schön in Neuseeland aber jetzt ist es Zeit zu gehen. Wir hoffen nun funktioniert alles bis wir in Australien sind und freuen uns jetzt so richtig auf die Inselwelt.

Shamal mit den neuen Segel auf der Testfahrt in der Bay of Islands.

10. April 2018

Opua – Cape Reigna

Wir sind zurück in Bay of Island in der Marina von Opua und sind froh das wir die Arbeiten hier machen lassen können. Die Auswahl der verschiedenen Firmen ist zwar kleiner, aber es ist alles viel überschaubarer, sauberer, ruhiger und persönlicher als in Auckland. Pünktlich zum abgemachten Termin wird die SHAMAL am Dienstag nach Ostern aus dem Wasser gekrant und mit dem Hochdruckstrahler wird der Parnikelpelz entfernt. Danach geht es auf ein Stahlgerüst auf welchem wir während dem das Antifouling und andere Arbeiten erledigt werden während einer Woche hausen werden.

Noch was zum Nachdenken, das Paket mit den Dichtungen kam per Flugzeug aus Italien.

Nachdem wir in den letzten 7 Wochen auf unserer Reise durch NZ in 30 verschiedenen Unterkünften gewohnt haben ziehen wir es vor trotz Einschränkungen im eigenen Bett zu schlafen. Marcel arbeitet intensiv am neuen Segelsystem konstruiert, moduliert und diskutiert. Rigger und Segelmacher sind beeindruckt von der Perfektion und können die 3D Zeichnung fast 1:1 übernehmen.

Die Arbeiter sind alle sehr beschäftigt und man muss immer wieder etwas Druck machen das es weitergeht aber jeder ist bemüht sein Bestes zu geben.

Am Samstag machen wir frei und fahren zuerst an den Bauernmarkt nach Kerikeri wo wir neuseeländische Freunde antreffen mit denen wir letztes Jahr gesegelt sind. Nach Kaffee und Schwatz fahren wir zum Cape Reinga hoch, dem nördlichsten Zipfel Neuseelands wo wir zum Leuchtturm spazieren.

Die Ninety Mile Beach kann mit dem Auto befahren werden und von den riesigen Sanddünen kann man mit dem Sandboard runter gleiten. Die Landschaft ist sehr eindrücklich und der weisse Strand erinnert an die Südsee.

     

Das war unser letzter Ausflug, ab jetzt dreht sich alles nur noch um die Shamal.

2. April 2018

Rotorua – Opua

Coromandel Halbinsel

Eine sehr abwechslungsreiche Fahrt führt durch Wälder, über Pässe, an Stränden entlang, durch Touristenorte und Goldminen vorbei.

Auckland

Die Stadt ist sehr speziell, es hat immer Stau, weil in Auckland der gesamte Verkehr über ein paar Brücken zirkulieren muss und es kaum öffentliche Verkehrsmittel gibt. Trotzdem wird gebaut wie verrückt und die Lage wird sich sicher noch mehr zuspitzen. Es scheint hier wie zu den Goldräberzeiten zu sein, alle wollen hier schnell das grosse Business machen. Nachhaltig ist anders und warum nicht andere Hotspots im Land aufgebaut werden ist unverständlich. Ausserhalb Aucklands und dem Umland gibt es kaum Verkehr und es hat viel Platz, das käme wohl viel günstiger und die Unterschiede zwischen Auckland und Wellington und dem Rest des Landes wäre nicht so gross. So richtig ist uns Auckland nicht ans Herz gewachsen.

Ausblick vom 60.Stock des Sky Tower.

Trotz der Hektik in der Stadt wurde der Umzug Royal Easter Show abgehalten.

Jetzt sind wir wieder in Opua und es wird wohl noch eine kurze Reise zum Cape Reinga geben ,ansonsten werden wir die Shamal auf die Weiterreise vorbereiten. Wir hoffen das wir Anfangs Mai soweit sein werden.

1. April 2018

Renwick – Rotorua

Napier die Art Deco Stadt

Napier das nach dem Erdbeben 1931vollkommen zerstört war und innert 3 Jahren zur Art Deco Stadt aufgbeaut wurde hat uns sehr gefallen. Touristisch, aber das in einer guten angenehmen Art. In diesem schönen Art Deco B&B mit gehister Schweizerflagge, welches nur 10 Minuten vom Zentum entfernt war übernachteten wir und machten uns mit den Velos auf Erkundungstour.

Auf den hervorragenden Velowegen erkunden wir die Umgebung vorbei an Apfelplantagen, , mit schönen Bäumen gesäumten Flussläufen entlang insgesamt 80 km. Wir kommen beim prächtigen Weingut Mission Estate mit sehr gutes Restaurant vorbei, welches der Kirche gehört.

Napier nach Whakapapa Village im Vulkangebiet

Der Weg führt 150 Km durch ein Gebiet das einsam und beinahe Menschenleer ist, durch abwechslungreiche Natur wo unzählige Schafe und Rinder weiden.

Tongariro Nationalpark

Das Wetter war wieder mal schlecht und viele Wanderrouten waren gesperrt, so dass wir uns mit einer Alternative zufrieden geben mussten, die uns aber auch sehr gefallen hat.

Weiter nach Rotorua

Wir machen uns auf abseits der üblichen Pfade auf den 155 Km langen Forgotteen World Highway. Die Strecke windet sich durch hügeliges Buschland vorbei an Maori Dörfern entlang einer stillgelegen Eisenbahnstrecke durchs Niemandsland.

Rotorua

Wir fahren früh los zum Wai-O-Tapu Wonderland und bekommen einen gebündelten Einblick in dieses geothermische Gebiet  Es brodelt,  sprudelt, stinkt ,spritzt d,ampft und bietet eine kunterbunte Farbenpracht.

 

Natürlich liessen auch wir uns im Polynesian Spa verwöhnen, welches zu den 10 besten der Welt gehören soll. Mit superlativen wird in Neuseeland nicht gegeizt, uns hat es gefallen aber die Anlage entspricht nicht der heutigen Zeit.

 

30. März 2018

Südinsel Norden

Christchurch – Blendheim

Christchurch

Auch sieben Jahre nach dem Erdbeben ist die Stadt noch voller Wunden. Es goss in Strömen, dass passte zur bedrückenden Stimmung die aufkam. Mit Bewunderung stellten wir aber fest mit welcher Energie und Zuversicht die Einwohner alles daran setzen die Stadt wieder zum erblühen zu bringen. Beim Morgenesen stellten wir selber fest was ein Erdbeben ist, dass war natürlich nur ein sehr humanes aber es ging unter die Haut  und wir waren froh das es dabei blieb.

Von Christchurch ins Nelson Gebiet

Wir machten einen Abstecher in Akaroa, die einzige Kleinstadt die von französichen Siedlern gegründet wurde und bis heute französisches Flair beibehalten hat.

Unterwegs sahen wir diese originelle Futtersilos Motel das sogar eine Ladestation für den Tesla zur Verfügung stellte.

Wir wollten an die Nordwestküste aber der Wirbelsturm Gitta zerstörte die Zugangsstrasse so dass die Zufahrt nur kurz um 07:00 und 17:00 möglich war. Wir beschlossen in Motueka in einem B+B abzusteigen und die Gegend von da aus zu erkunden.

Es wird viel Hopfen angebaut und es gibt eine stattliche Auswahl von kleinen Brauereien, eine schöne Abwechslung zu der Weindominanz.

Holz wird exportiert meist Kalifornisch Pinien die angepflanzt werden nach 40 Jahren gibt es einen Kahlschlag und es wird wieder aufgeforstet.

Die Bäume versamen sich und es wird rigoros gegen diese Ausreisser mit Chemie vorgegangen. Danach stehen diese abgestorbenen Bäume ziemlich deplaziert ind der Umgebung. Man will den ursprünglich Wald schützen so wie man auch gegen importierte Tiere wie Posum, Ratte und Stoats mit Gift vorgeht um die schutzlosen einheimischen Tiere, vorwiegend Vögel, zu schützen.

Queen Charlotte Track

Wir wanderten in vier Tage den Queen Charlotte Track, 71 Km plus ein paar Km für Zusatzaussichtspunkte. Jeden Abend waren wir in einem anderem Resort zu welchem auch das Gepäck transportiet wurde. Es war sehr schön, vorallem Dank dem Wetterglück das wir hatten. Es war abwechslungsreich ging rauf und runter bis auf 450 Meter. Mit dem Schnellboot wurden wir zum Startplatz gebracht, alles war super organisiert.

     

Marlboro das Weingebiet 

Was  Hans Herzog hier mit seinem Weingut aufgebaut hat ist beachtlich. Der Wein wird biologisch angebaut und wir fanden diesen hervorragend. Auch das Essen im Restaurant, wo wir uns ein siebengängiges Gourmemenue mit Weinbegleitung gönnten welches von zwei Schweizerinnen serviert wurde, war eine Wucht.

 

26. März 2018

Südinsel Alpen

Von Invarcargill geht es Richtung Milford Sound

In Clifton finden wir ein allerliebstes Cafe/Museum das von einer charmanten, pfiffigen nahezu 80 jährigen geführt wird. Sie stellt aus was Ihre Familie in den vier Generationen seit der Einwanderung aus Schottland benutzt hat.

Das Gespräch mit dem Trucker war interessant und es beeindruckt wie sie mit ihren 50 Tönner mit 600 PS und mehr, durch die schmalen teilweise Schotterpisten preschen. 13 Stunden Fahrzeit plus eine Stunde Pause pro Tag, pro Woche 70 Stunden ca. 130`000 Km im Jahr, nach fünf Jahren muss ein Neuer Truck angeschafft werden.

 

Milford Sound

Auf der Bootsfahrt im 15 Km langem Milford Sound gab es einiges zu sehen.

 

Milford Sound nach Te Anau

Auf der schönen Bergstrasse nach Te Anau, wo wir ein Teilstück vom Kepler Track bewandern.

Ein frecher Kea zerstört die Abdeckplane einer kleinen Baumaschine einfach so zur Freude und lässt sich nicht stören.

Koru (Maori) einrollender Wedel des Silberfarns.

Darum heisst das Farn Silverfern

 

Te Anau nach Arrowtown

Wir befahren den 20 Km langen Skippers Canyon Track vor der gewarnt wird, weil sie grosse Anfordrungen an Fahrer und Fahrzeug stellen soll. Die Reisegruppen in ihren 4×4 Offroader staunten nicht schlecht als wir mit unserem Honda am Strassenende auftauchten.

 

Arrowtown nach Mt. Cook

Weiter geht es nach Christchurch.